SPD-AG 60plus besucht Integrierte Leitstelle Ladenburg
Leitstelle erreicht 500.000 Anrufe jährlich
31. Juli 2026 – Die Arbeitsgemeinschaft 60plus im SPD-Ortsverein beschloss ihr Halbjahresprogramm mit einer Exkursion zur Integrierten Leitstelle Ladenburg, um sich vor Ort über deren segensreiche Arbeit im Rettungsdienst zu informieren. Den Besuch hatte Hermann Muschelknautz, ehemaliger Rettungswachenleiter und Kollege von Dirk Kühnberger, Prokurist der die Leitstelle tragenden gemeinnützigen GmbH, möglich gemacht. Kühnberger hieß die Gruppe im Besprechungsraum des Katastrophenschutzes willkommen und ging zunächst auf die Geschichte der Leitstelle ein, die zeitweise als bereichsübergreifende Leitstelle unter Einschluss der Stadt Mannheim betrieben wurde. Nachdem die Stadt Mannheim eine neue Feuerwache baute und eine eigenständige integrierte Leitstelle schuf, wurde der Rettungsdienstbereich Rhein Neckar-Heidelberg 2019 neu strukturiert. Die Integrierte Leitstelle Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis gGmbH, die sich aus den Gesellschaftern Stadt Heidelberg, Rhein-Neckar-Kreis und DRK-Kreisverband zusammensetzt, nahm offiziell am 1. Oktober 2020 ihren Dienst auf. Sie wird an den Standorten Ladenburg und Heidelberg betrieben. Die hier tätigen Disponenten sind zuständig für über 700.000 Bürger. Damit zählt sie zu den größten Leitstellen in Baden-Württemberg. Sie stellt eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit Leistungen der Notfallrettung, des Krankentransportes und der feuerwehrtechnischen Belange sicher und steht mit den angrenzenden Rettungsdienstbereichen im engen Kontakt, um im Bedarfsfall Rettungsmittel anfordern zu können.
Kühnberger führte weiter aus, dass der Rettungsdienstbereich 54 Städte und Gemeinden mit 106 Feuerwehrabteilungen umfasse. Die insgesamt rund 191.000 jährlichen Einsätze gliederten sich in rund 101.000 Notfallrettungen, 75.000 Krankentransporte, annähernd 9.000 Feuerwehr- und über 6.000 sonstige Einsätze. Insgesamt erreichten die Leitstelle jährlich rund 500.000 Anrufe, wobei die Zahl jährlich steige. Kühnberger erinnerte an das heiße Wochenende Ende Juni, als die Disponenten allein 2.300 Anrufe zu bearbeiten hatten. Man verfüge über 15 Rettungswachen mit bis zu 30 Rettungswagen und zehn Notarztstandorte mit elf Notarztfahrzeugen. Im Krankentransport seien neben den klassischen Leistungserbringen wie DRK, ASB, Johanniter und Malteser auch drei Privatanbieter tätig und so seien bis zu 36 Krankentransportwagen im Tagdienst im Einsatz.
Kühnberger führte die Gruppe schließlich auch in die Leitstelle selbst, in der man einen Eindruck der hochmodernen technischen Ausstattung, der teilweise komplexen Einsatzlagen und der hohen Belastung der hier tätigen Disponenten erhielt. Sie verfügen allesamt über eine spezielle Ausbildung und sind in der Lage, sämtliche Hilfeersuchen kompetent abzuarbeiten. Schließlich simulierte Kühnberger noch eine Notfallanfrage aus Laudenbach und erläuterte die einzelnen Schritte, wie diese erfolgreich abgearbeitet würde. Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, Herbert Bangert, dankte Kühnberger für den vermittelten Einblick in den für die Bevölkerung unverzichtbaren Rettungsdienstbereich und überreichte ein „rotes“ Weinpräsent.





