SPD-AG 60plus: Monatstreffen mit intensiven Diskussionen
Bewährtes Führungsduo im Amt bestätigt
29. Mai 2026 –
Das Monatstreffen der Arbeitsgemeinschaft 60plus im SPD-Ortsverein stand insbesondere im Zeichen der Wahlen des Sprecherduos sowie einer intensiven Diskussion aktueller politischer Themen aller Ebenen von der Welt- bis zur Kommunalpolitik. Sprecher Herbert Bangert bedauerte zunächst in seiner Begrüßung, dass in Brandenburg in einer Stadt mit rund 13.000 Einwohnern erstmals ein AfD-Kandidat mit überzeugendem Votum von 58,4 Prozent zum Bürgermeister gewählt worden sei. Dies sei offensichtlich ein weiterer Schritt zur Normalisierung einer in Teilen rechtsradikalen Partei, nachdem es gerade im Osten schon bislang auf kommunaler Ebene Kooperationen von CDU und AfD gäbe.
Die Wahl der Sprecher, die im Vorfeld der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins am 10. Juni notwendig wurde, wurde geleitet von der Fraktionssprecherin im Gemeinderat, Ulrike Schweizer. Sie würdigte die bisherige Arbeit von Herbert Bangert und Ingrid Thiem und sah in der lebendigen Arbeitsgemeinschaft eine wichtige Säule in der politischen Arbeit des Ortsvereins. Auf ihren Vorschlag wurde das Duo jeweils einstimmig im Amt bestätigt.
Im Anschluss unternahm man einen Parforceritt durch die aktuellen Themen der unterschiedlichen politischen Ebenen von der internationalen Bühne mit den Kriegen bzw. anhaltenden Krisen in der Ukraine, im Iran oder Gaza und beleuchtete die besondere Rolle der Lenker Putin, Trump und Netanjahu. Heftig kritisiert wurde hierbei auch die Ankündigung neuerlicher Zölle sowie der Abzug amerikanischer Streitkräfte durch den US-Präsidenten . Mit dem Blick auf Europa zeigte man sich erfreut über das Wahlergebnis in Ungarn mit der deutlichen Orbanabwahl. Dies wurde als hoffnungsvolles Zeichen zur Stärkung der Europäischen Union gewertet. Ein kritischer Blick wurde auf die Bundespolitik gerichtet. Nach einem Jahr schwarz-roter Regierung sei die Zustimmung der Bürger im Keller und die durchaus auch erreichten Erfolge würden durch eine ungenügende Kommunikation verpuffen. Man sei gespannt, wie es der Koalition gelingen werde, die weit auseinanderliegenden Positionen bei den notwendigen Reformen der Einkommensteuer und der Rentenversicherung zusammenzuführen. Die Regierung sei in der Verantwortung, gemeinsam Lösungen zu finden, um die Zukunftsfähigkeit des Landes zu erhalten, aber auch, um der AfD keinen weiteren Nährboden zu geben. Im Land Baden-Württemberg sei es grün-schwarz gelungen, einen Koalitionsvertrag auszuhandeln und eine Regierung zu bilden und man dürfe gespannt sein, inwieweit neue Akzente gesetzt würden. Bedauerlicherweise sei die Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeit der stark dezimierten sozialdemokratischen Fraktion nur gering, wobei man es besonders bedauerte, dass Sebastian Cuny künftig nicht mehr dem Landtag angehört. Parteiintern stehe ein Mitgliedervotum um den Parteivorsitz in der Nachfolge von Andreas Stoch an, der nach dem schmerzlichen Landtagswahlergebnis sein Amt zur Verfügung gestellt hatte.
In der Kommunalpolitik richte man derzeit auch den Blick nach Weinheim, wo es der SPD-Bewerberin gelungen sei, die Stichwahl zu erreichen. In der Gemeinde selbst bestimmten die Themen Wiederherstellung oder Neubau der Bergstraßenhalle und der Neubau des Bildungszentrums seit Wochen das Geschehen. Als sehr erfreulich wurde der aktuelle Vorschlag der Verwaltung für eine „neue Mitte“ gewertet. In dem ehemaligen Netto-Markt am Südring soll künftig eine Mischnutzung insbesondere mit Lebensmittelgeschäft mit Selbstbedienungssystem, Hausarztpraxis und Tagespflegeeinrichtung entstehen. Man teilte die Auffassung des Bürgermeisters, dass hierdurch eine Aufwertung und Belebung des Ortskerns erfolge. Sicherlich werde Köpfle am 15. Juni, wenn er bei der Arbeitsgemeinschaft zu Gast ist, die Konzeption weiter erläutern, kündigte Bangert an.




